Unterschied bekanntschaft und freundschaft

Die Freundschaftsforschung hatte zudem einen Unterschied zwischen Männer- und Frauenfreundschaften festgestellt.

Daher wurden vier Gruppendiskussionen, je eine Männer- und Frauengruppe aus den beiden Milieus, durchgeführt und mit anderen Teilnehmer Innen wiederholt.

Zudem überzeugte uns an der Methodologie der analytischen Sozialpsychologie ihr Einbezug der psychoanalytischen und soziologischen Perspektive bei der Untersuchung von sozialpsychologischen Gegenständen (vgl. Kelle (1994) erarbeitet eine konkrete Ausformulierung von methodischen Regeln für eine empirisch begründete qualitative Theorieentwicklung.

2.1 Theoretische Vorannahmen 2.1.1 Freundschaftsforschung Eine Untersuchung von Bruckner und Knaup (1993) über Freundschaften in den USA, Großbritannien, der Bundesrepublik, Italien und Ungarn erbrachte als Ergebnis, dass »nation-related variations are greater than gender-specific ones« (249).

Unterschied bekanntschaft und freundschaft

Als Schlussfolgerungen für die empirische Ebene unserer Untersuchung ergab sich, dass wir subjektive Freundschaftskonzepte in verschiedenen großstädtischen soziokulturellen Großgruppen (die Studie wurde in Berlin durchgeführt) und auch in unterschiedlicher geschlechtlicher Ausprägung untersuchten.Zwar schreiben sie, dass Arbeiter, Mittelstandsangehörige aus Großstädten und Kleinstädter nicht »die gleichen Vorstellungen von Freundschaft zugrunde legen, wenn sie Fragen zum Verhalten unter Freunden beantworten« (31), ziehen daraus für ihre Arbeit jedoch keine Konsequenzen.In dieser Arbeit, wie in vielen anderen, werden dann die Ergebnisse der Untersuchung einer gesellschaftlichen Großgruppe auf die gesamte Gesellschaft übertragen und so zu unrecht verallgemeinert. Schneider 1969; Jost, Schätzle, Schenk & Wagner 1985; Fatke & Valtin 1988; Bruckner & Knaup 1990; Auhagen 1993; Maurer 1993; Kast 1995; Witte & Sperling 1995; Schöningh 1996; Valtin & Fatke 1997) zutrifft.Mit Nötzoldt-Linden (1994) halten wir es daher für problematisch, »die englischen und amerikanischen Befunde zur Freundschaftsforschung auf den deutschen Kulturbereich zu übertragen« (94).Freundschaftsbeziehungen werden also in Abhängigkeit von den gesellschaftlichen Verhältnissen ausgestaltet; sie sind »Kulturspezifika« (Müller-Jacquier 1996).

Unterschied bekanntschaft und freundschaft

Keywords: Friendship research, qualitative research, analytic social psychology.Unser Interesse richtete sich auf die Untersuchung von aktuellen Freundschaftsbeziehungen auf der Folie der gesellschaftlichen Veränderungen in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg.Die Beantwortung unserer Frage zielte darauf ab, die intersubjektiv konstituierenden Bedingungen von Subjektivitätsanteilen zu erhellen, die den Hintergrund für die – auch psychotherapeutische – Alltagspraxis abgeben. Ferner schien es sinnvoll zu sein, die auf Freundschaften bezogenen milieuspezifischen Erwartungen zu kennen, verdeutlichen diese doch auch milieutypische Beziehungswünsche an den Therapeuten.Therapie bedeutet ja, aus dem Griechischen kommend: »Bedienung der Seele eines Freundes.« Lüders (2000) betont, dass in der qualitativen Forschung, in der wir unsere Studie verorten, übereinstimmend die Möglichkeit der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit der Forschungsergebnisse zwar eingefordert, aber nicht (meistens noch nicht einmal exemplarisch) vorgeführt wird.Die Forschung dazu war bisher dissoziiert: Die sozialpsychologische Freundschaftsforschung analysierte dieses Phänomen nur unter dem Blickwinkel einer persönlichen Beziehungsform und die soziologischen Theorien zur gesellschaftlichen Veränderung reichten nicht bis zur Beziehungsebene von Freundschaften.

Unsere konkrete Fragestellung lautet daher: Wie sehen die persönlichen Freundschaftsbeziehungen in zwei verschiedenen soziokulturellen Milieus aus? auch Jaeggi (1991) der Klinischen Psychologie die Kenntnis von gesellschaftlichen Veränderungen.

Durch die Arbeiten von Meinefeld (1995, 1997) wird eine mögliche allgemeine Basis methodologischer Ansprüche für die empirische Analyse von sozialpsychologischen Phänomenen aufgezeigt.

Demnach sind die Vorannahmen des Forschers nicht auszuschließen, sondern systematisch in den Prozess der Methodenentwicklung und -begründung mit einzubeziehen.

Daher beschränkten wir uns auf die deutsche Freundschaftsforschung (s. Obwohl Berghaus (1989) zu Recht betont: »Das Verständnis von Freundschaft unterliegt sozialem Wandel und interkulturellen Variationen« (216), wird in den Untersuchungen der deutschen Freundschaftsforschung durchgängig die soziologische Ebene vernachlässigt.

Valtin und Fatke (1997) beziehen sich auf die Individualisierungstheorie und wählen außerdem ihre Untersuchungspopulation aus den Bewohnern einer Großstadt.

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