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- In der Nacht um 3 Uhr werden nach katholischem Volksglauben die "bsen Geister" losgelassen. November 2006 war es 3.19 Uhr, als sich der katholische Prses und Dekan des unterfrnkischen Dekanats Lohr und Pfarrer von Lohr-St. Klaus-Peter Kestler, kurz hinter dem Bahnhof Lohr in Richtung Aschaffenburg vor einen Gterzug wirft.

"Das Bischfliche Ordinariat geht davon aus, dass der 55-Jhrige freiwillig aus dem Leben geschieden ist", schreibt die Lokalpresse (Main-Post, ).

Denn wenn es nach "Gott" und der ffentlichkeit ginge, lieen sich die "Geheimnisse" sehr wohl lften und das Geschehen knnte durchaus "begreiflich" gemacht und aufgearbeitet werden., und auch in Australien, England, der Schweiz usw. Der Geistliche wirkte von 19 in einem Ortsteil von Klingenberg am Main, wo im Jahr 1974 die katholische Studentin Anneliese Michel nach einem kirchlich angeordneten Exorzismus an Auszehrung starb (siehe Der Theologe Nr.

Im Zusammenhang des Ermittlungsverfahrens lie die Kirche zudem ein psychiatrisches Gutachten ber ihren Dekan anfertigen. Kestler vor Schlern von seiner bevorstehenden Romreise geschwrmt. Dabei lassen sich die Medien nicht selten von der Kirche instrumentalisieren. zitierte die freundschaftlich mit der Kirche verbundene lokale Zeitung jahrelang ungeniert Unwahrheiten und kirchliche Verleumdungen ber religise Minderheiten mit schlimmen Folgen fr die Betroffenen, whrend sie sich bei tatschlichen Verfehlungen aus den Reihen der Verleumder "grtmgliche Zurckhaltung" auferlegt (: Als die evangelische Kirche die bsartige Verleumdung von einem mglichen Massenselbstmord von Urchristen in die Welt setzte, kamen Fernsehteams mit Hubschraubern angeflogen, um ber den Husern der Beschuldigten ihre Runden zu drehen.Dieser "habe den Missbrauch unter der Decke halten wollen. sei ein Jahr lang von Kestler zu sexuellen Handlungen gezwungen worden" (Main-Echo, 17.8.2007).Die katholische Kirche wies durch ihren Generalvikar Karl Hillenbrand die Vorwrfe zurck. eine Woche vor den tragischen Ereignissen beklagte der Pfarrgemeinderat von Lohr-St. Kestler, dass es immer schwieriger sei, vor allem bei Beerdigungen "Ministranten aufzutreiben" (Main-Post, 3.11.2006).Und einige Tage spter in Lohr: "Der Tod von Klaus-Peter bleibt ein Geheimnis" (Main-Post, ). Oder setzen sich die Medien nur in Bewegung, wenn die Kirche die Stimmung gegen religise Minderheiten anheizt? Gnther Schwarzkopf aus Alzenau soll es jedoch kein Selbstmord gewesen sein, sondern ein Unfall.Damit fasst der Domkapitular allerdings weniger den Sachverhalt, sondern mehr den Wunsch seiner Kirche in Worte. Bereits neun Tage nach dem Selbstmord von Dekan Kestler wurde der nchste unterfrnkische Priester von einem Zug berrollt und gettet. Der Wrdentrger soll in der Nacht vom am Mnchner Hauptbahnhof im Alkohol-Rausch auf die Gleise gefallen sein, wo er dann von einer S-Bahn berfahren wurde.

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der Aufklrung des Sachverhalts zu seinen Gunsten durch Selbstmord entziehen wrde.Offensichtlich besteht jedoch ein starkes Interesse "Dritter", dass dieser Sachverhalt unter dem Teppich gekehrt bleibt, was durch den Tod des Beschuldigten natrlich mglich ist, nicht jedoch bei einem Strafverfahren wegen schwerer Ntigung, das eingeleitet worden wre, wenn der Dekan am Leben geblieben wre. Wolfgang Behnk in das Dekanat Lohr (1996, 19), der bei diesen Vortrgen vor kumenischer Zuhrerschaft ber die unbescholtenen Anhnger des Universellen Lebens herzog und diesen an anderer Stelle sogar einen mglichen "Massenselbstmord" anzudichten versuchte - obwohl dort, anders als in der Kirche, das 5.Von einem "jungen Mann", "der in enger Verbindung mit dem Geistlichen gestanden haben soll", ist zunchst die Rede (Main-Post). Demnach pflegte der Wrdentrger, der Bischof Friedhelm Hofmann bei der Leitung des Bistums Wrzburg untersttzte, offenbar seit einigen Jahren ein "sexuelles Verhltnis" mit einem ehemaligen Ministranten, das allerdings erst begonnen haben soll, als der Jugendliche bereits "das 16. Der geistliche Leiter des Dekanats Lohr lebte womglich in totaler psychischer Abhngigkeit zu dem jungen Mann und soll mit Selbstmord gedroht haben, falls der mittlerweile 22-Jhrige die homosexuelle Beziehung beendet. Kestler werden jedoch keine Ermittlungen mehr wegen dieser Ntigungs-Klage mehr durchgefhrt, welche der Kirche auch sehr schaden knnten. Karl Hillenbrand und Predigt von Domkapitular Heinz Geist) und einen "ehrwrdigen" Platz im Wrzburger Priestergrab.Dieser mgliche Hintergrund wrde zumindest berlegungen zu anderen Selbstmord-Motiven bzw. Auch die Mitarbeiter und Glubigen der Gemeinden stellen sich in mehreren (mit dicken Kreuzen und Bibelversen ausgestatteten) Todesanzeigen demonstrativ und "dankbar" hinter ihren "H. Dekan" (= "Herrn Hochwrdig(st)en Dekan") (Main-Echo, Main-Post, ).Klaus-Peter Kestler war zudem der "Verantwortliche fr Priesterausbildung" (Main-Post, ).

Die Vorwrfe treffen die rmisch-katholische Kirche also einmal mehr ins Mark.

Jetzt zahlt die Kirche den Opfern aus 45 Verfahren auergerichtlich 60 Millionen Dollar Entschdigung (Bild, 1.12.2006) und reduziert damit die Prozesse auf 518.

Vermutlich sind aber weder in den USA noch in Deutschland, sterreich, der Schweiz oder sonst wo bereits alle Steine ins Rollen gekommen.

Dabei stellt sich fr Unbeteiligte auch die Frage: Wer steht jetzt selbstlos und ohne eigene Interessen dem ehemaligen Ministranten zur Seite, der sich offenbar auch mit Selbstmord-Drohungen nicht erpressen lie?

Hat er sich kurze Zeit spter ebenfalls umgebracht bzw. (siehe hier) Der junge Mann und seine Familie hatten laut Panorama (ARD, 16.8.2007) zuvor schwere Vorwrfe auch gegen den Wrzburger Bischof Friedhelm Hofmann erhoben.

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